Fachportal zur Geschichte und Kultur der Deutschen in Kaukasien

24. Weinkellerei

 

Gebrüder Vohrer AG

 

Firmenlogo der „Gebr. Vohrer“ (ab 1892)

 Um 1847 Der Sohn des Einwanderers Johann Christoph Vohrer (1779-1830), Christopher Vohrer (1827-1916), ein Schneider und Fuhrmann, beginnt neben seinem Beruf mit dem Weinbau. 
 1856  Durchreisende französische Seidenhändler machen ihn auf Verbesserungsmöglichkeiten und Absatzchancen in Tiflis aufmerksam.
 1860  Gründung der Winzerei "Christopher Vohrer" für die Produktion von Wein und anderen Spirituosen in Helenendorf, es folgen Filialen in Elisawethpol, Baku, Tiflis und Batumi.
 1868  Bau einer Brauerei in Helenendorf. 12.000 Liter pro Jahr werden vor allem nach Baku in die Gastwirtschaft "Vohrersche Gärten" geliefert.
 1870  In die Stammfirma treten die Söhne Christoph, Gottlob, Friedrich und Heinrich ein. Das Unternehmen firmiert unter "Christopher Vohrer und Söhne" (ab 1892 als "Gebrüder Vohrer")
 1892  Bau einer Kognakfabrik in Helenendorf, der ersten in Aserbaidschan mit zwei Destillationsanlagen.
1897 Goldmedaille Weltausstellung in London
1901 Grand Prix Weltausstellung Paris
 1906  Verkauf von über 73.800 Litern Kognak in 38 Gouvernements Russlands.
1910 Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft (Anteile halten Söhne und Enkel der Gründers).
1912 Besitz von 30 Weinkellern. Es werden 8-10 Mio. Liter Wein und 1 Mio. Liter Kognak pro Jahr verkauft.
1917/20 Enteignung im Zuge der Februarrevolution und Sowjetisierung.
WERT aller Anlagen: 8,5 Mio. Rbl. = ca. 17 Mio. Reichsmark (davon 5,45 Mio. Rbl. Grundbesitz)
Jährliche internationale AUSZEICHNUNGEN u.a.