Fachportal zur Geschichte und Kultur der Deutschen in Kaukasien

Helenendorf/ Göygöl

Helenendorf (heute Göygöl, Aserbaidschan), gegr. 1819, benannt nach der Schwester Zar Alexanders I. Helene.

Helene  (1784-1803), verheiratet mit Friedrich Ludwig, Erbprinz von Mecklenburg-Schwerin / Abb.: Wikimedia Commons

„Im Anschluss an unseren Aufenthalt in Gandschi [Gändschä, Anm. d. Hg.] besuchten wir Helenendorf, die grösste, schönste und reichste der deutschen Kolonien im Kaukasus... Unser Besuch gestaltete sich zu einem wirklich schönen, eindrucksvollen Fest. Der ziemlich grosse Ort war mit Fahnen und Guirlanden festlich geschmückt, auf dem geräumigen Gemeindeplatz, auf dem die Miliz in Parade stand, begrüsste uns der Gemeindevorsteher mit einer Ansprache, dann wurden wir in die Kirche geführt, wo nach dem Absingen eines Chorals der Pfarrer eine Begrüssungsrede hielt. Nach einer echt schwäbischen Kaffeeschlacht im schönen Heim der millionenschweren Weinbauernfamilie Vohrer, machten wir eine Rundfahrt durch den Ort und besuchten eine der grossen Weinkellereien. Abends fand im Vereinshaus, in dem alle Erwachsenen beiderlei Geschlechts versammelt waren, ein Fest mit vielen Reden, Musik und Gesangsvorträgen statt. Es waren auffallend viele hübsche Mädeln und Frauen anwesend. Seit zwei Jahren konnten die kaukasischen Weinbauern ihre Ernte nicht verkaufen, weil keine Absatzmöglichkeit nach Russland vorhanden war. Die neue Ernte stand vor der Türe und alle Gebinde waren gefüllt."


Zitiert nach: von Kressenstein, Friedrich Kress Freiherr: Meine Mission im Kaukasus, 1943

Helenendorf (heute Göygöl, Aserbaidschan)

Abb.: Die frühere Kirchstraße in Helenendorf (heute Göygöl).

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